Petra Grampe und Carolin Gwiszcz arbeiten beide in der Abteilung Soziales Management der HOWOGE, die sich um Mieterberatungsangebote einerseits aber auch um die soziale Quartiersentwicklung andererseits kümmert. Dazu zählt die Förderung von Akteuren in den Wohngebieten der HOWOGE genauso wie die Initiierung von Nachbarschaftsprojekten mit impulsgebender Wirkung. Der Themenkomplex Umweltbildung nimmt dabei einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Stehen doch gerade Großstädte wie Berlin vor einer Vielzahl von Herausforderungen in diesem Bereich: zunehmende Vermüllung, Hitzestau und Anpassungsbedarfe in der Grünflächenpflege hervorgerufen durch den fortschreitenden Klimawandel. „Wir wollen ein Bewusstsein für solche Themen schaffen und darüber gemeinsam in den Austausch kommen. Dazu gehört auch eine Wahrnehmung der eigenen Umgebung und die Erkenntnis, dass man nicht allein in einem Wohnhaus lebt, sondern dass die Gemeinschaft eine wichtige Rolle im Zusammenleben spielt“, erklärt Petra Grampe.
Gemeinsam für die Umwelt
Zusammen Blumenbeete im Innenhof bepflanzen, Müll im eigenen Kiez sammeln oder Kindern und Erwachsenen Wissen über einheimische Pflanzen vermitteln - die Bandbreite an Umweltprojekten bei der HOWOGE ist weit gefächert. Mit diesen und anderen Aktionen will das Unternehmen das Verantwortungsgefühl ihrer Mieter:innen in den Vordergrund rücken und den Zusammenhalt innerhalb der Quartiere stärken.
Wettbewerb für saubere Schulwege
Um das Thema Umweltbildung gerade bei Kindern zu stärken, hat die HOWOGE 2023 zum ersten Mal mit Unterstützung der Berliner Stadtreinigung (BSR) das Projekt „Dein sauberer Schulweg“ durchgeführt. Schüler:innen von insgesamt acht Grundschulen haben dabei Müll inner- und außerhalb des Schulgeländes gesammelt. Dazu hat die BSR sogenannte Kehrenbürgerpakete, bestehend aus Greifern, Handschuhen, Eimern und Müllsäcken, zur Verfügung gestellt. Am Ende wurde die Schule, die am meisten Müll gesammelt hatte, bei einer Festveranstaltung im Tierpark Berlin mit einem Scheck über 2.500 Euro für eine Klassenfahrt ausgezeichnet. Begleitend zum Wettbewerb wurde den Lehrer:innen Infomaterialien zur Sensibilisierung für den richtigen Umgang mit Abfall an die Hand gegeben und es wurden Führungen auf Recyclinghöfen angeboten. Auch 2024 geht das Projekt weiter, mit einer kleinen Ergänzung: Künftig sollen auch Eltern, Freunde und Bekannte an den Sammelaktionen teilnehmen können.
Grüne Begegnungsorte
Neben dieser und anderen Müllsammelaktionen hat die HOWOGE auch ein neues Gartenprojekt in der Brusebergsiedlung in Reinickendorf angestoßen. Entstanden ist es auf einem der HOWOGE-Mieternachmittage, bei denen auch Ehrenamtliche gesucht werden, die bereit sind, sich für ihre Nachbarschaft zu engagieren. So wurden mit Anwohner:innen im Herbst letzten Jahres leere Pflanzenkübel mit Frühlingsblühern bepflanzt. Geplant sind mittelfristig auch neue Hochbeete im Innenhof, wodurch für die Mieter:innen eine Art Treffpunkt entstehen soll. „Grüne Begegnungsorte gewinnen für uns immer mehr an Bedeutung, weil sie auch von der Mieterschaft gewünscht werden. Damit wollen wir das Thema Nachhaltigkeit mit Gemeinschaftsaktionen verknüpfen“, führt Grampe aus. Auch in der Thermometersiedlung in Lichterfelde soll 2024 im Rahmen eines Nachbarschaftsprojektes durch einen partizipativen Workshop ein solcher grüner Begegnungsort mit einer Baumneupflanzung, Sitzgelegenheiten und einer Infotafel für gemeinsame Aktivitäten im Kiez entstehen. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Quartiersmanagement und dem Träger bwgt e.V. konzipiert.
Projekte mit Wirkung entwickeln
Der HOWOGE sind bei der Auswahl ihrer Partner:innen langfristige Kooperationen besonders wichtig, wie Grampe und Gwiszcz betonen. „Wir möchten eine Kontinuität bei den Projekten erzielen, weil sich auch erst dann eine Wirkung entfalten kann“, so Grampe. Diese Wirkung zeige sich zum Beispiel an den vielen Fotos mit strahlenden Kindergesichtern, die Lehrer:innen geschickt haben, wie Gwiszcz berichtet.
Kiezleben: Ausgewählte Projekte
Wir unterstützen noch viele weitere Initiativen und Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur, Ökologie, Soziales und Sport, denn unser gesellschaftliches Engagement ist Ausdruck unserer sozialen Verantwortung für Berlin. Weitere Informationen zu ausgewählten Projekten finden Sie hier.
Mehr zu unseren Kiezprojekten