Das Doppelwohnhochhaus mit 296 Wohnungen in der Rhinstraße 2 und 4 rüstet die HOWOGE aktuell zu einem Niedrigenergiehaus nach KfW-55EE-Standard um – das Projekt gehört zu den größten Sanierungsprojekten des Unternehmens. Die Sanierung ist geprägt von einer Vielzahl anspruchsvoller Maßnahmen, wobei die Entscheidung, das alte Wärmedämmverbundsystem auf der Fassade zu belassen besonders hervorzuheben ist. Üblicherweise wird solche Dämmung entfernt, was zu einer großen Menge Sondermüll führt. Stattdessen entschied sich die HOWOGE, die bestehende Dämmung weiter zu nutzen und darauf aufzubauen. Dies reduziert nicht nur den Abfall, sondern trägt auch zur Erhaltung der sogenannten grauen Energie bei – also die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf, Wartung und Entsorgung der Baumaterialien sowie für den Bau selbst benötigt wird.
Ein weiteres Element der Sanierung in der Rhinstraße ist die Integration von Photovoltaikanlagen in die Vorhangfassaden. Erstmals gelang es der HOWOGE in ihrem Bestand durch ein umfangreiches Brandschutzkonzept die Anbringung der Photovoltaikanlagen an die Hochhausfassade bereits im Vorfeld der Ausschreibung der Bauleistungen bauordnungsrechtlich zu lösen. Dadurch wird Planungs- und Kostensicherheit geschaffen. Die Photovoltaikanlagen sind nicht nur funktional, sondern fügen sich auch ästhetisch in das Gesamtbild der Fassade aus recyclefähigen Keramikplatten ein.